Blutdoping

Blutdoping zählt heute zu den am weitest verbreiteten Methoden des Dopings und die Möglichkeiten in diesem Umfeld sind zahlreicher geworden. Generell kann man Blutdoping als eine künstliche Erhöhung der Konzentration von Hämoglobin im Blut definieren. Dies erreichen Sportler mittels Transfusionen von Blutkonserven, die eine sehr hohe Konzentration von roten Blutkörperchen enthalten.

Der Vorteil für die Sportler besteht darin, dass man auf diese Weise eine höhere Sauerstoffaufnahme besitzt und die Muskeln so besser versorgt werden können. Dies hat eine signifikante Steigerung der Leistung zur Folge und kann dabei helfen, die Ausdauer zu steigern. Es gibt in diesem Bereich zwei Vorgehensweisen. Man kann zum Beispiel eine Eigenblutbehandlung anstreben oder dieses Doping mit fremden Blutkonserven vollziehen.

Wenn der Sportler Eigenblutdoping betreiben möchte, wird ihm einige Wochen vor dem Wettkampf Blut abgenommen, bei dem die Anzahl der roten Blutkörperchen durch ein Höhentraining oder andere Verfahren gesteigert wurde. Mittels einer Zentrifuge werden dann die roten Blutkörperchen vom Rest getrennt und anschließend eingelagert. Kurz vor dem Wettkampf bekommt der Sportler dann diese eigene Blutkonserve wieder zugeführt, um eine Steigerung der Leistungsfähigkeit zu erreichen. Die Gefahr, erwischt zu werden, ist bei dieser Form des Dopings relativ gering, weil es sich ausschließlich um körpereigene Bestandteile handelt.

Das Blutdoping wurde schon in den 1970er praktiziert und schon damals wurden die verschiedensten Ausdauersportler auf diese Dopingvariante aufmerksam. Seit man jedoch EPO nutzen kann, wird immer seltener auf das Blutdoping zurückgegriffen, weil dies wesentlich komplexer ist. Seit es jedoch sehr effiziente Verfahren gibt, die EPO feststellen können, wechseln viele Sportler wieder zum Blutdoping. Man sollte aber auch erwähnen, dass es selbst beim Eigenblutdoping verschiedene Nebenwirkungen geben kann. So kann es zu septischen Schocks, Infektionen, Blutmangel, Schwindel, abdominalen Schmerzen, Thrombosen, Augenproblemen und sogar zum kardiovaskulären Tod kommen. Der spektakulärste Fall von Blutdoping ereignete sich bei den Olympischen Winterspielen in Turin, als bei den Biathleten aus Österreich Gerätschaften für das Blutdoping gefunden wurden und die Beteiligten daraufhin in einer Nacht- und Nebelaktion über die Grenze verschwanden.

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